Rauchen aufhören medikamente

Rauchen aufhören ohne Medikamente – Welche Hilfsmittel gibt es?

Mit dem Rauchen aufzuhören ist eine schwierige Angelegenheit, die heute aber nicht mehr nur pure Willenskraft benötigt. Durch passende Hilfsmittel kann die Entwöhnung leichter fallen, sodass Du nicht mehr ständig zur Zigarette greifen musst. Nun besteht natürlich die Frage, welche Hilfsmittel wirklich helfen und, um welche Du einen großen Bogen machen solltest. Wir zeigen Dir vier Methoden, die Dir auf dem Weg zu einem rauchfreien Leben helfen können.

Spray – Mit wenigen Sprühstößen zum Glück

Ein Spray ist einer der einfachsten Lösungen, denn immer, wenn Du Lust auf eine Zigarette hast, nutzt Du stattdessen ein bis zwei Sprühstöße. Die Sprays bestehen aus einer besonderen Zusammensetzung von Inhaltsstoffen, sodass Dein Verlangen nach einer Zigarette schon nach 60 Sekunden gelindert werden sollte. Besonders praktisch ist Spray in Situationen, wo Du sowieso nicht rauchen könntest. Beispielsweise in der Bahn, in einem Meeting oder beim Abendessen.

Das Spray erlaubt eine schnelle Hilfe in kritischen Momenten.

Zugleich hilft das Antirauch-Spray aber auch dabei, dass Du Dich langsam entwöhnst. Die Chance, dass Du nach der Nutzung des Sprays langfristig rauchfrei bleibst, liegt etwa um 2,5 Mal höher. Unangenehm ist das Spray nicht, denn dieses arbeitet meist mit einem sanften Minz-Geschmack, wobei es auch andere Geschmacksrichtungen gibt. Dadurch wirst Du nicht nur durch die enthaltenen Inhaltsstoffe vom Rauchen abgelenkt, sondern auch der Geschmack verwöhnt Deine Geschmacksknospen. Je nach Produkt reicht es für etwa 150 Pumpstöße aus.

Man kann es schaffen vom Rauchen loszukommen

Das Wichtigste zum Spray:

  • Ein bis zwei Sprühstöße gegen akutes Rauchverlangen.
  • Rauchverlangen wird nach 60 Sekunden gelindert.
  • Hält bis zu 150 Pumpstöße an.
  • Ideal für kritische Momente und rauchfreie Situationen.
  • Die Chance ist 2,5 Mal höher, danach nicht mehr zu Rauchen.
  • Frische Geschmäcker, wie Minze, vorhanden.

Mit der Kraft der Natur

Du musst nicht immer zu chemischen Helfern greifen, die mit vielen synthetischen Stoffen arbeiten, sondern auch pflanzliche Mittel stellen eine gute Hilfe gegen das Rauchen dar. Gerade die Homöopathie hat sich in den letzten Jahren durchgesetzt, sodass es zahlreiche homöopathische Mittel gibt, welche Dir bei der Rauchentwöhnung helfen können. Wir stellen Dir einige pflanzliche Mittel vor.

  • Tabacum D 30: Der Name sagt bereits, dass es sich um ein hervorragendes Mittel zur Rauchentwöhnung handelt. Das Mittel wird während der Entwöhnungsphase verabreicht, wenn Kopfdruck, Kreislaufstörungen oder leichte Übelkeit aufkommen. Darüber hinaus kann es ersatzweise als erste Zigarette des Tages eingenommen werden. Das pflanzliche Mittel unterstützt den Willen des Einnehmers und verringert den Bedarf nach einer Zigarette.
  • Plantago major D4: Ein weiteres pflanzliches Mittel ist Plantago major D4. Es ist perfekt bei Heißhungerattacken, die meist zur Rauchentwöhnung dazugehören. Außerdem besänftigt Plantago major D4 die Stimmung in der Entzugszeit.
  • Nux vomica D30: Bei Verdauungsproblemen kann hingegen Nux vomica D30 helfen. Durch die Entwöhnung können Betroffene mürrisch, reizbar, angespannt und zittrig werden. Genau hier hilft Nux vomica D30. Es entspannt den Körper und entlastet Deine Stimmung.

Mehr natürliche Hilfsmittel

Selbstverständlich gibt es noch mehr natürliche und pflanzliche Mittel, welche Dir bei der Rauchentwöhnung helfen können. Gerade Akupunktur hat sich in den letzten Jahren bewährt und hilft den Körper bei Deinem Reinigungsprozess. Zugleich wird das Verlangen nach Nikotin minimiert, wodurch auch Entzugserscheinungen gelindert werden. Dank Hypnose kann eine Zigarette hingegen schrecklich schmecken, sodass die Entwöhnung leichter fällt. Selbst progressive Muskelentspannung hilft weiter, denn diese baut Spannungen ab und lindert Stresssymptome. Autogenes Training ist hingegen zu empfehlen, wenn Du die Fähigkeit zur Selbstbestimmung und Körperwahrnehmung verbessern willst.

Den Zigaretten zu entsagen ist schwierig

Rauchfrei Spritzen – Geht das?

Mit einer Spritze rauchfrei, das klingt nach einem wahrgewordenen Traum. Die Spritze gegen das Rauchen basiert auf der Mesotherapie, welche anschließend an für die Therapie typischen Punkten des Körpers angesetzt wird. Laut des Anbieters enthält die Spritze eine Kombination aus pflanzlichen und homöopathischen Substanzen, Vitaminen sowie herkömmlichen Arzneistoffen in geringen Dosen.

Der Inbegriff der Mesotherapie ist, dass die Rauchfrei-Spritze in die mittlere (meso) Hautschicht gespritzt wird.

Das Ziel der Spritze ist es, die vom Rauchen „geschädigten“ Nerven zu erreichen und zu beruhigen. Dadurch werden die Symptome, welche beim Entzug entstehen, beinah komplett behoben. Zugleich soll die Wirkung der Spritze bereits nach der ersten Injektion einsetzen. Je nach Bedarf wird nach einigen Monaten eine zweite Injektion vorgenommen, um den Effekt zu unterstützten. Die Mesotherapie kommt aber nicht nur bei der Rauchentwöhnung zum Einsatz, sondern auch bei Haarausfall.

Hält die Spritze, was Sie verspricht?

Ob die Spritze wirklich eine sinnvolle Hilfe gegen das Rauchen ist, konnte bisher noch nicht bewiesen werden. Die Studienlage zur Rauchfrei-Spritze ist bisher sehr lückenhaft. Es liegen kaum bis gar keine wissenschaftlichen Untersuchungen vor. Insofern wurde bisher nicht festgestellt, ob die Antirauch-Methode nachweislich zum Aufhören des Rauchens führt. Daher wird die Spritze meist nur als unterstützende Maßnahme angesehen, neben anderen Methoden.

Nikotinkaugummis – Kauen gegen Rauchlust

Einer der bekanntesten Hilfsmittel gegen die Sucht nach dem Nikotin ist ein Kaugummi. Schon seit vielen Jahren werden Kaugummis produziert, welche die Entwöhnung fördern oder unterstützen sollen. Die Rede ist von sogenannten Nikotinkaugummis, welche den Körper mit geringen Mengen Nikotin versorgen. Durch das zugeführte Nikotin wird das Verlangen nach einer Zigarette gestillt. Im gleichen Zug lenkt das Kauen vom Verlangen ab.

Kann man ohne Medikamente mit dem rauchen aufhören

Wichtig ist, dass Du nicht einfach einen Nikotinkaugummi in den Mund steckst und diesen wie einen herkömmlichen Kaugummi behandelst. Um den bestmöglichen Effekt zu erreichen, kannst Du bis zu zehnmal täglich zu einem Nikotinkaugummi greifen. Immer dann, wenn die Lust aufs Rauchen zu groß wird. Nun solltest Du den Nikotinkaugummi entspannt kauen, sodass sich der Geschmack langsam entfaltet. Nach ungefähr zehnmal Kauen solltest Du eine kurze Pause einlegen.

Am besten klemmst Du den Nikotinkaugummi zwischen Wange und Zahnfleisch. Sobald sich der Geschmack verflüchtigt hat, kannst Du mit dem Kauen wieder beginnen. Ein Nikotinkaugummi sollte etwa 30 Minuten im Mund verbleiben.

Welche Vorteile hat ein Nikotinkaugummi?

  • Weniger Gewichtszunahme während des Rauchstopps.
  • Schnelle Minderung von Reizbarkeit.
  • Verhindert Heißhungerattacken und Stimmungsschwankungen.
  • Das Kauen des Nikotinkaugummis kann die Symptome des Entzugs stark vermindern.
  • Die Erfolgschance ist nach wissenschaftlichen Studien stark erhöht.

Das Fazit

Es gibt heute viele natürliche und pflanzliche Mittel, welche beim Rauchentzug helfen können. Es muss nicht immer zu den klassischen Medikamenten gegriffen werden, welche nebenbei den Körper noch belasten. Nikotinkaugummis, Spritzen, pflanzliche Mittel oder ein Spray sind eine gute Alternative, die vor dem Gang zum Arzt ausprobiert werden sollten.

Oliver Sankt - Autor