Rauchentwöhnung

Ich hör auf – Hilfe bei der Rauchentwöhnung in jedem Alter

Jeder Raucher weiß, dass er es besser lassen sollte. Vielen fällt der Ausstieg trotzdem enorm schwer, weil Nikotin mit der Zeit stark süchtig macht. Du kannst den Vorsatz realisieren, Nichtraucher zu werden. Du lernst im weiteren Artikel Rauchentwöhnungskurse, Nikotinersatzpräparate, Nikotinpflaster und Akupunktur, Hypnose sowie den Umstieg auf die E-Zigarette sowie Tabakerhitzer kennen und die Vorteile der einzelnen Methoden.

Du bestimmst den passenden Beginn zum Aufhören

Wenn Du im Alter mit 25 bis 34 Jahren aufhörst mit dem Rauchen, hast Du etwa die gleiche Lebenserwartung wie jemand, der nie geraucht hat. Lediglich ein Jahr verkürzt die durchschnittliche Lebenserwartung sich bei Rauchern, die von 35 bis 44 Jahren das Rauchen lassen. Vier Jahre sind es bei den 45 bis 54-jährigen im Schnitt und zehn Jahre, wenn Du weiter rauchst. Es ist also nie zu spät, selbst spätes Aufhören verlängert Dein Leben.

Der Anfang vom Ende – Starte mit der richtigen Strategie

Du brauchst konkrete Ziele und bist richtig motiviert, das verbessert Deine Aussichten auf langfristigen Erfolg. Sechs Monaten sind erforderlich, das neue Verhalten beizubehalten. Dann ist die Gefahr nicht so groß, zurückzufallen in alte Gewohnheiten.

Dein Weg zur Entwöhnung

Du setzt Dir ein realistisches Ziel und legst exakt die Punkte zur Entwöhnung fest. Das beginnt mit dem konkreten Zeitrahmen, innerhalb dessen Du den Vorsatz umsetzen willst. Formuliere das Ergebnis, damit erleichterst Du den Schritt zur Veränderung und stecke realistische Etappenziele, um nicht die Motivation zu verlieren. Die erreichten Etappenziele machen Mut, durchzuhalten. Die langfristigen Ziele machst Du Dir besonders anschaulich. Kurzfristige Verlockungen verblassen beim Lob des Arztes beim nächsten Gesundheits-Check.

 Die Motivation ist der Helfer zur Entwöhnung

Du brauchst vor allem ein positives Motto, das keinen Verzicht enthält. Du sagst also nicht zu Dir selbst: „Ich rauche nicht mehr“, es heißt besser „Ich will endlich frei atmen ohne Morgenhusten und mehr Geld haben für schöne Dinge“. Zudem brauchst Du jemanden, der Dich bei Deinem Vorhaben unterstützt.

Wie kann ich mir das rauchen abgewöhnen

Du verdoppelst die Erfolgsaussichten mit Unterstützung

Nur fünf Prozent der Raucher kommen von den Glimmstengeln im ersten Anlauf los. Nach zwei bis drei Tagen kommen die ersten Anzeichen der Sucht zum Vorschein und

Raucher, die den Ausstieg wagen, haben einen schwierigen Weg vor sich. Nur etwa 5 Prozent kommen beim ersten Anlauf und ohne Unterstützung von den Glimmstängeln los. Das darf Dich nicht entmutigen. Gestalte Deinen Alltag im Beruf weniger hektisch sowie stressig. Kleine Auszeiten helfen, vermeide Zeitfresser und organisiere Dich besser. Spezielle Stressbewältigungs-Programme helfen ebenfalls.

Warum ist der Ausstieg derart schwierig?

Das Ritual des Rauchens weg: der Morgenkaffee mit der Zigarette oder mit dem Glas in der anderen Hand in geselliger Runde.

Vor allem liegt es am Nikotin in Zigaretten. Es entspannt und euphorisiert und erzeugt Effekte im Gehirn bis zur Sucht. Der Entzug bringt Symptomen wie Reizbarkeit wie Niedergeschlagenheit und Fresssucht sowie Gewichtszunahme. Deshalb ist mit dem Entzug besser eine Ernährungsumstellung verbunden.

Der Stoffwechsel läuft ohne Nikotin langsamer und Nikotin wirkt appetithemmend. Das Gewicht stellt sich meist nach einigen Monaten ein. Es ist allerdings besser, beim Entzug die Essgewohnheiten umzustellen, zum Beispiel mit viel Obst, Gemüse sowie wenig Fett.

Es ist nicht allein das Nikotin

97 Prozent Raucher greifen zu Zigaretten. Die Zigarren- und Pfeifenraucher sind Ausnahmen. Gesundheitsgefährdend sind Arten des Tabakkonsums wie auch von Kau- und Schnupftabak oder Rauchen von Wasserpfeifen.

Die Gefahren des Rauchens wurden bislang meist dem Nikotin angelastet. Es ist für die Abhängigkeit verantwortlich, belastet allerdings unmittelbar das Herz-Kreislauf-System. Weitere schädliche Nebenwirkungen haben die rund 4.000 Substanzen beim Verbrennen der Zigarette. Beim Einatmen ist für eine Vielzahl der Chemikalien im Tabakrauch eine krebserregende Wirkung nachgewiesen. Sowohl im Rauch, der inhaliert wird, als auch von Passivrauchern eingeatmet wird.

Die Raucherzähne sind nach dem ersten Jahr viel weißer. Die Nebenwirkungen: Wer am Tag über 15 Zigaretten qualmt, dem fehlen mit 50 etwa zwei bis drei Zähne.

Die Hilfe bei der Rauchentwöhnung

Es gibt Hilfsmittel, dauerhaft das Rauchen zu lassen. Die Nebenwirkungen ähneln denen beim Nikotingenuss. Eine Stressbewältigung ist eines, Medikamente verdoppeln die Erfolgsaussichten, dazu Kurse zur Entwöhnung. Kombiniert sind die Maßnahmen noch effektiver.

Das Bedürfnis der Raucher, weiter zur Zigarette zu greifen, liegt am Nikotinspiegel im Blut, der steigt und fällt. Nikotinhaltige Pflaster, die 24 Stunden kleben bleiben, sind geeignet, weil sie nach einer Nacht das Verlangen nach der Morgenzigarette dämpfen und das Schlafmuster verbessern.

endlich mit dem rauchen aufhören

 Weitere Hilfsmittel

Das Entwöhnungsprogramm mit Nikotinpräparaten sowie psychotherapeutischer Beratung kommt besonders Menschen langjährigen zugute, die bereits chronische Schäden haben wie eine Raucherlunge. 22 Programmteilnehmer sind nach fünf Jahren noch immer Nichtraucher.

Damit mit Nikotinpräparaten im Blut die Nikotinkonzentration nicht zu viel ansteigt, wird empfohlen, solltest Du dabei das Rauchen ganz einzustellen. Erfahrungsgemäß ist auf Dauer ein abgestuftes Vorgehen vorteilhaft.

Tabletten und Co

Zusätzlich zum Pflaster ersetzt Du die täglichen Zigaretten durch Nikotin-Kaugummis, Lutsch- oder Sublingualtabletten sowie Inhaler. Das Nikotin gelangt in 20 bis 30 Minuten zum Gehirn. So können wird ein langfristig angelegtes Raucherentwöhnungsprogramm unterstützt auch bei Rauchern, die nur gelegentlich sowie nicht allzu stark rauchen. Die Dosierung von zwei oder vier Milligramm Produkten pro Stunde wird nach vier bis sechs Wochen Dauer verringert. Nach einigen Wochen müssen die Zigaretten ganz wegfallen.

Die Inhaler

Die Inhaleranwendung dauert etwa 20 Minuten ud reicht bei 15 mg sieben Zigaretten. Bei bisher 20 Zigaretten am Tag, kommen drei bis vier Patronen mit 15 mg als Tagesmenge angemessen in Frage. Bei über 20 Zigaretten sind es vier bis sechs Patronen. Nach drei Monaten verringerst Du nach und nach die tägliche Menge bis zu einer Patrone am Tag und beendest die Anwendung nach maximal sechs Monaten.

Das Spray

Ein Nikotinspray hat in kritischen Momenten des Verlangens eine schnelle Wirkung und ist in Konbination mit den anderen Mitteln durchaus geeignet.

Die Rauchfrei Spritze

Die Wirkung der Spritze ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Die Anwendung kann durchaus sinnvoll sein, allerdings dann in Kombination mit anderen Mitteln. Sie soll lediglich die Symptome der Entwöhnung lindern.

Akupunktur oder Hypnose

Bei anderen Methoden wie Akupunktur oder Hypnose und der Umstieg von den Kippen zur E-Zigarette sowie Tabakerhitzer fehlen Studien zu den langfristigen Gesundheitsauswirkungen. Den Rauchern helfen sie allerdings, in den Phasen vom normalen Tabakkonsum wegzukommen.

Rauchentwöhnung leicht gemacht

Apps zur Entwöhnung

Mit einer App hörst Du nicht bereits mit dem Rauchen auf, sie kann Dich allerdings gut unterstützen. Lässt die Motivation sowie die Willensstärke etwas nach, kann sie helfen, individuelle Ziele zu setzen oder die Motivation zu fördern durch den Spieltrieb. Du kannst Dich in der Community mit anderen austauschen und Dir auf dem Weg zur Entwöhnung helfen lassen.

Die Tipps, die wirklich helfen

Nikotinersatzpräparate wie Pflaster und ergänzend Kaugummis helfen dauerhaft, das Rauchen aufzuhören. Die Kosten von etwa 100 Euro im Monat trägst Du selbst. Tabletten vom Arzt sind etwas teurer und wirken nach zwei Wochen, die Therapie dauert zwei bis drei Monate. Akupunktur, Hypnose helfen oft, wie Anwender berichten, müssen allerdings meist selbst bezahlt werden. Psychologisch fundierte Kurse haben die besten Erfolgsaussichten, einen Teil trägt oft die Kasse.

Stütze den Stopp mit mehreren Pfeilern ab.

Vermeide Verführungen, wie die Gesellschaft in einer Rauchergruppe.

Viel Glück bei der Entwöhnung!

Oliver Sankt - Autor